Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 29/18.04.19

Wenn Menschen auseinander gehen, so sagen sie: auf Wiedersehen.

Ernst von Feuchtersleben

Ja, was soll ich schreiben, es war irgendwie ein seltsamer Tag. In unserer Gruppe herrschte getrübte Stimmung. Das zog sich auch den ganzen Vormittag. Schon komisch, dass die Bezugspersonen, zu denen man aufgesehen hat, auf einmal weg sind. Aber so ist das wohl nun mal, die einen gehen und neue kommen. Aber es schmerzt trotz alledem doch sehr.

Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 28/17.04.19

An sich ist nichts weder gut noch böse, dass Denken macht es erst dazu.

William Shakespeare

Was für ein krasser Tag. Gruppengespräch war mal sehr interessant, vor allem weil ich mich in manchen Situationen wiedergefunden hab, schon was die Elternsache betrifft. Außenaktion war, wie soll ich sagen…..schön aber auch irgendwie emotional. Hab das allererste Mal vor anderen geweint, was auf alle Fälle eine neue Erfahrung für mich war. Ich muss wirklich sagen, dass ist die tollste Tagesklinikgruppe aller Zeiten. Jeder einzelne ist mir ans Herz gewachsen. Wie eine zweite Familie. Einfach unglaublich. 🙂

Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 26/15.04.19

Humor ist eines der besten Kleidungsstücke, die man in Gesellschaft tragen kann.

William Shakespeare

Nach diesem doch sehr öden Wochenende, war der Start in die neue Woche doch sehr angenehm. So gut wie ein Montag eben sein kann. Unser Gruppengespräch war sehr emotional, von daher konnte ich meine Tränen auch nur mit Mühe zurückhalten. Sport war unglaublich, haben Völkerball gespielt, Wahnsinn 🙂 war wie früher in der Schule. In die Kirche hab ich mich auch mal wieder getraut, auch wenn dieses Erlebnis mit Herzrasen, Schweißausbrüchen und totaler Anspannung einherging. Und ich hab erfahren das mein geliebter Großonkel im Krankenhaus liegt und diese Woche noch ins Heim kommt. Das sind wieder solche Nachrichten die mich wieder sehr aus der Bahn werfen.

Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 25/12.04.19

Jeder möchte lange leben, aber keiner will alt werden.

Jonathan Swift

Wir hatten leider, statt Snoezeln, Achtsamkeitstraining. Wir mussten uns vorstellen an einem anderen Ort zu sein. Bei den anderen hat es ziemlich gut funktioniert, nur bei mir wieder nicht. Keine Ahnung warum das einfach nicht gehen will. Warum mir das so extrem schwer fällt, vor allem beim spazieren gehen auf meine Umgebung zu achten. Ich gebe mir wirklich die größte Mühe, aber es ist leider mal wieder zu wenig.

Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 24/11.04.19

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad Verrücktheit.

Erasmus von Rotterdam

War mal ein angenehmer Tag. Hab viel Lob bekommen wegen dem Ausflug gestern, damit kann ich gar nicht umgehen, aber es tat auch mal gut. Wahrnehmung hatten wir heute auch, wir mussten Charaktereigenschaften den anderen zuordnen, aber doch auch irgendwie schön geschätzt zu werden. 🙂

Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 22/09.04.19

Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.

Mark Twain

Heute war Dienstag, also Visitentag, wie ich es hasse. Es war zwar nicht so schlimm wie befürchtet, vielleicht weil ich mich gleich als erstes gemeldet habe, aber es wird trotzdem nie meins werden. Ernährungskurs war mal wieder sehr interessant und etwas erschreckend, wenn man sieht wie viel Zucker überall so drin ist. Auf PMR konnte ich mich diesmal überhaupt nicht einlassen, meine Gedanken sind irgendwie immer woanders hingewandert, war danach auch kaputter als zuvor, hat also nicht gerade viel gebracht. Zum Abschluss das ganzes Tageskliniktages hatte ich dann noch so einen krassen Lachanfall, dass ich sogar rausgehen musste. Was schon ziemlich peinlich, aber lässt sich halt nicht ändern.

Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 21/08.04.19

Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, dass zu tun, von dem die Leute sagen, du könntest es nicht.

Walter Bagehot

Ich schreibe erst jetzt was wieder in mein Tagebuch, weil es mir letzte Woche ziemlich schlecht ging. Es ist viel passiert, Anfang der Woche mehr schlecht als recht. Jedenfalls bin ich dadurch in ein großes schwarzes Loch gefallen und das rausklettern bzw. einen Ausgang finden, hat mir meine ganze Kraft und Energie gekostet. Jetzt ist zwar auch nicht unbedingt alles in Ordnung, aber auf jeden Fall besser als letzte Woche. Kämpfen ist halt angesagt, auch wenn es zurzeit schwer ist. Ich mache jetzt auch mehr Sport und habe meine Ernährung umgestellt. Ist für mich ein ziemlich guter Ausgleich, zu meinen psychischen Problemen. Fühle mich auch körperlich viel besser. Jetzt meine Gedanken zerdenken bringt sowieso nichts.

Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 15/29.03.19

Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.

Samuel Butler

Bin nach Annaberg gelaufen, stellt euch das mal vor. Die Idee mit einer Winterjacke loszumarschieren hat sich im Nachhinein als blöd rausgestellt,aber, hey, aus Fehlern lernt man.

Durch die kleine Wanderung konnte ich mich auch beim Snoezelen schön entspannen. Als Gruppe waren wir auch nochmal spazieren, sollten auf unsere Umgebung achten, was mir sehr schwer fällt, weil ich oft mit Scheuklappen durchs Leben laufe oder renne.

An sich wars ein echt schöner Tag 🙂

Justine