Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 9/21.03.19

Das ist das Problem: Die Menschen haben den Hang, genau das zu wählen, was am schlechtesten für sie ist.

Albus Dumbledore

Wir hatten heute Wirbelsäulengymnastik, dass gibt morgen einen Muskelkater. 🙂 In der Ergotherapie konnte ich meine Kirche weiter machen, bin mal gespannt was da am Ende raus kommt. 🙂 Sonst was es eigentlich ein ganz entspannter Tag.

Achso, Tanztherapie war auch wieder, wir sind uns gegenseitig auf den Füßen rumgetreten, also gab es viel zu lachen. 😀

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 8/20.03.19

Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind.

Albus Dumbledore

Mal abgesehen von dem Gruppengespräch, was für mich ziemlich anstrengend war, relativ gut. War heute sehr aufgedreht, weshalb ich mich körperlich viel betätigt hab. Jetzt bin ich aber platt. 🙂 Als dann auf einmal mein ehemaliger Klassenkamerad in der Klinik saß, ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Viele, viele alte Erinnerungen an die Schulzeit sind hochgekommen und die sind nicht gerade rosig. Naja er scheint sich gefreut zu haben. Jahrelang nicht mehr gesehen und dann trifft man sich in der Tagesklinik, wie das Leben so spielt. 🙂

Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 7/19.03.19

Die Wahrheit ist etwas Schreckliches und Schönes zugleich und sollte daher mit großer Umsicht behandelt werden.

Albus Dumbledore

Ein schrecklicher Tag. Heute war mal wieder Visite angesagt, hab mich diesmal sogar als erstes gemeldet, darauf bin ich ein bisschen Stolz. Aber da hört es auch schon auf. Während der Visite musste ich raus, mein Herz ist mir fast aus der Brust gesprungen. Hab mich dann draußen hingesetzt und dann kamen die Tränen. Wer sich jetzt fragt warum? Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht so richtig. Mir ist einfach irgendwie alles zu viel geworden. Sie haben mich alle gefragt was los ist, hab aber immer gesagt dass alles gut ist. Was soll ich auch antworten?

Beerdigung war heute auch, hab zwar nicht geweint, aber es hat doch was mit mir gemacht, ob nun bewusst oder unbewusst.

Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 6/18.03.19

Es verlangt einiges an Mut, sich seinen Feinden entgegenzustellen, doch genauso viel, den eigenen Freunden in den Weg zu treten.

Albus Dumbledore

War mal ein ganz schöner Tag, naja gut, das Singen in der Morgenrunde war eine Katastrophe 🙂 Aber sonst, das Gruppengespräch war nicht schlimm, haben so eine Art Interview untereinander gemacht um uns richtig kennen zu lernen, da wir 3 neue dazubekommen haben. Fitness und Sport waren mal wieder richtig toll, meine Oberschenkelmuskeln haben sogar alles mitgemacht 🙂 Sonst gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Meine Uhr hat zum Mittag mal einen Puls von 161 angezeigt, kann ich mir aber gar nicht so recht vorstellen 🙂Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 5/15.03.19

Täglich wird bestraft, wer immer Angst hat.

Publilius Syrus

Wie soll ich sagen, es war ein wahnsinnig komischer Tag, vor allem auf emotionaler Ebene. Wir hatten heute mehrere Verabschiedungen, dass heißt, viele. viele Tränen. Wie sehr man sich an Menschen gewöhnen kann, hab ich heute erst gemerkt. Ich kannte die drei zwar nur eine Woche aber sie sind mir sehr ans Herz gewachsen. Meine Tagesklinikmama, wie ich sie immer nenne, aus der anderen Gruppe musste heute auch gehen. Und es tut soooo weh. 🙁 Mir war es wie heulen, was ich, wie immer nicht gemacht hab. Tja, Gefühle zeigen ist nicht so mein Fall. Jedenfalls kommen nächste Woche drei neue, also ein stetiger Wechsel. Na mal sehen wie die so sind. Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 4/14.03.19

Ein wirksames Heilmittel gegen Angst ist Milde.

Lucius Annaeus Seneca

Ein wirklich aufregender Tag, ein Tag an dem ich sogar bisschen stolz auf mich bin. Wir hatten heute Wahrnehmung, dass heißt, wir mussten ein Märchen nachspielen (Frau Holle). Ich hab den Ofen gespielt, hatte also wenig Text. War aber trotzdem mächtig, gewaltig, aufgeregt. Die Nacht zuvor schlecht geschlafen, früh kaum was gegessen. Aber was soll ich sagen? Hab´s gemeistert. 🙂 Wir alle hatten es wirklich gut gemacht. 🙂 In der Ergotherapie hab ich endlich mein Hatty Potter Bild fertig gemacht. Mein nächstes Projekt hat schon in meinem Kopf etwas Form angenommen, und zwar ein großes Bild von unserer Kirche. 🙂 Mal sehen wie es wird. Achso, Tanztherapie war auch noch, viel zu lachen gabs auf jeden Fall. Justine

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 3/13.03.19

Alles ist schwierig bevor es leicht wird.

Saadi

Bin schon mit Gedanken an meine Ausbildung aufgewacht. Ich hasse es. 🙁 Ich muss mir echt eingestehen, hab die Ausbildung nur angefangen um meine Familie und Freunde stolz zu machen, und was hab ich jetzt davon? Bin wieder krank geworden und mit meiner beruflichen Zukunft wahnsinnig unglücklich. Soviel dazu! Was meinen Tag im allgemeinen betrifft, war er anstrengend, aber angenehm anstrengend. In der Ergotherapie konnte ich endlich mein Harry Potter Bild weiter machen, juhu. 🙂 Selbstsicherheitstraining war nicht ganz so mein Fall, war es aber noch nie. Danach war ich endlich mal beim Fitness, eine halbe Stunde aufm Laufband und 3 km gerannt. Abnehmen läuft. 🙂 Mittag war wieder mal lecker (Sarkasmus an) ;). Achso und wir hatten heute einen Ausflug zum Bismarkturm und zur Kurparkhalle in WIesenbad. Das war mal genau mein Ding, tausendmal besser als jede Beruhigungstherapie. 🙂 Justine

März, Rezensionen

Rezension zu „Warcross, neue Regeln, neues Spiel“

Infos

Autorin: Marie Lu

Preis: 18,85€

Verlag: Loewe Verlag

Seiten: 398

Erschienen am: 11. Februar 2019

Klappentext

Ein schmerzhafter Verrat. Ein zerbrechliches Bündnis. Ein riskantes Finale.

Emikas Herz ist gebrochen. Hideo Tanaka, der geniale Erfinder von WARCROSS und ihre große Liebe, hat sie benutzt, um seinen Plan zu verwirklichen: Den Willen aller WARCROSS-USER zu kontrollieren. Waren seine Gefühle für Emika überhaupt echt? Um gegen Hideo vorzugehen muss Emika sich Zero anschließen, dem skrupellosen Hacker, der die Meisterschaft sabotiert hat. Doch Zero und seine Verbündeten verfolgen eigene Pläne. Wem kann Emika trauen? Und wie weit wird sie gehen, um den Mann, den sie liebt, aufzuhalten?

Meine Meinung

Ein Finale auf das ich quasi hingefiebert hab. Und es übertrifft wirkliche meine Erwartungen. Auf alle Fälle ist es so, wer den ersten Teil nicht gelesen hat, der kommt beim zweiten auf Garantie nicht mit.

In diesem Teil steht Warcross nicht speziell im Mittelpunkt, sondern eher der Verrat und der Kampf zwischen Gut und Böse. Doch Emikas Leben ist in Gefahr. Killer sind hinter ihr her um die Belohnung einzustreichen. Dabei wird sie in eine Sache verwickelt, aus der sie ohne Hilfe nicht wieder raus kommt. Emika kommt es vor als verschmelzen Realität und virtuelle Welt miteinander und sie kann kaum noch auseinanderhalten wer gutes will. Sie gerät zwischen die Fronten und muss wichtige Entscheidungen treffen die über die Zukunft der Menschheit entscheiden.

Sie täuscht sich in Menschen, die doch eigentlich nur „gute“ Gründe ins Spiel bringen, um sich gegen Hideo und für Zero zu entscheiden. Aber nach einer gewissen Zeit und einigen neuen Informationen fragt sie sich: Wer ist Zero überhaupt?

Aus einem harmlosen Spiel ist ein Spiel um Leben und Tod geworden.

Wir kämpfen mit allen Mitteln ums Überleben, als könnte eine Sauerstoffmaske, ein Sicherheitsgurt, ein ungegessenes Stück Schokoladenkuchen uns retten. Das ist der Unterschied zwischen echt und virtuell. Die Realität ist der Ort, an dem man die Menschen verlieren kann, die man liebt. An dem man spürt, wie es einem das Herz zerreißt. Wenn es finster ist in der Welt, musst du dir mit deinem eigenen Licht den Weg leuchten.

Emika, Seite 208

Fazit

Marie Lu hat in diesem Buch sehr raffiniert gezeigt, dass hinter dem angeblich Guten auch Böses stecken kann. Auch wenn ich in der Mitte manchmal etwas durcheinander war, weil ich einfach nicht mehr mitgekommen bin vor lauter Aufregung, war es doch ein tolles, aktionsreiches Finale.

Für mich geht es jetzt weiter mit „Evolution, die Stadt der Überlebenden“ von Thomas Thiemeyer.

Bis dahin, wir lesen uns, eure Justine. 🙂

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 2/12.03.19

Wer nicht täglich seine Furcht überwindet, hat die Lektion des Lebens nicht gelernt.

Ralph Waldo Emerson

Ein einfach unglaublich anstrengender Tag liegt hinter mir. Die Visite war die Hölle, wäre am liebsten aus den Raum gerannt und nie wieder gekommen. Was auch der Puls von 120 sehr deutlich macht. Meine Anspannung war so groß, dass ich gleich Kopfschmerzen bekommen hab. Das eine Ding hat quasi meinen ganzen Tag zerstört. Bei PMR (irgendeine Muskelentspannung) war an Entspannung gar nicht zu denken, deshalb mussten meine Finger wieder herhalten. Diese scheiß Gedanken an meine Zukunft und was nach der Tagesklinik kommt, machen mich so fertig und der Druck dem ich ausgesetzt bin, macht es auch nicht gerade besser.

Naja mal sehen was die nächsten Tage noch so bringen. Ist ja erst, die erste Woche, gebe also die Hoffnung noch nicht auf. Mich ärgert es nur, dass ich meine Gefühle nicht so offen zeigen kann, wie die anderen. Während sie vielleicht auch mal weinen, verstecke ich mich hinter meiner altbekannten lächelnden Maske, obwohl mir doch auch nach heulen zumute ist. Justine

PS: Ich hab geheult, aber wieder still und im Geheimen

Mein Tagesklink-Tagebuch

Tag 1/11.03.19

Meine Gefühlslage ist so zwischen „ist mir egal“ und „ich kann nicht mehr“

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Ja, den ersten Tag bzw. die ersten 5 Stunden hab ich geschafft. 10 Uhr Ankunft, mit einem Puls von 93, für meine Verhältnisse und in der Situation doch recht gut. Und ja, die Gruppe schneit mich zu akzeptieren, zumal ich schon zwei davon, mehr oder weniger kannte. Sogar ein Potterhead ist dabei, juhu!! 😀 Fing also schon mal gut an. Bis wir Gruppentherapie hatten und da stieg mein Puls auf 120. Konnte weder ruhig sitzen noch mich auf die anderen konzentrieren. Und was hab ich natürlich wieder gemacht? Vor lauter Panik und Angst an meinen Fingern gekratzt bis sie bluten. Ich hasse es 🙁 Aber noch was positives: in Sport konnte ich mich mal richtig auslassen, die ganze Angst ist das erste Mal seit Monaten mal weit nach hinten gerutscht.

Unterm Strich kann ich sagen das der erste Tag anstrengend war und hundemüde ins Bett gefallen bin. Justine