Rezensionen

Rezension zu „Rat der Neun, gegen das Schicksal“

Infos

Autorin: Veronica Roth

Preis: 20,00€

Verlag: cbj Verlag

Erschienen am: 28.Januar 2019

Seiten: 541

Klappentext

Er ist bereit, für sie zu sterben. Sie ist bereit für ihn zu töten.

Krieg und Chaos herrschen auf Voa. Cyra steht an Akos Seite. Doch als Cyras totgeglaubter Vater Lazmet den Thron für sich beansprucht, werden die Karten völlig neu gemischt.

Meine Meinung 

Ich muss ehrlich sagen, ich hatte wirklich eine Weile gebraucht um wieder in diese Geschichte rein zu finden. Bis ich wieder wusste, welcher Charakter zu wem gehört, auf welcher Seite er/sie steht, bzw musste ich erstmal die Namen wieder richtig zuordnen. 😀 Aber dafür, dass ich den ersten Teil schon im März 2017 beendet hab, konnte ich mich dann doch wieder ziemlich gut in der Geschichte zurechtfinden, dafür hat auch Veronica Roths Schreibstil gesorgt. 🙂

Im ersten Band gab es nur die Sichtweisen von Cyra und Akos, jetzt sind noch Cisi und Eijeh dazu gekommen, was ich für mich doch sehr abwechslungsreich gewesen war. Ich bin von Cyra mal wieder wahnsinnig begeistert, mit ihrer impulsiven, wilden und frechen Art, nimmt sie die Dinge in die Hand und ist damit ein ziemlich wichtiger Teil der Geschichte. Was die Charaktere im allgemeinen betrifft, kommen wieder viele neue dazu, dass heißt, auch viele neue Namen die ich mir merken und zuordnen musste, was manchmal gar nicht so einfach war, weil manche Namen dort ziemliche Zungenbrecher waren. 😀 Die Handlung selber hat sich gut weiterentwickelt. Es gibt wieder viele romantische, gefährliche, freudige und vor allem überraschende Szenen. An letzteren hat die Autorin definitiv nicht gespart. Was mir diesmal sehr gut gefallen hat, waren die Erklärungen, die man endlich mal bekommen hat, vor allem was die Galaxie, die verschiedenen Planten und den Rat der Neun angeht.

Veronica Roth hat mit ihrem Schreibstil, die Handlungen, Charaktere und Gefühle zum Leben erweckt und mir damit den Atem geraubt. Ich konnte das Buch manchmal kaum weglegen, aber das kann ich bei Büchern von der Autorin selten. 🙂

Fazit

Mit Rat der Neun, gegen das Schicksal konnte mich die Autorin absolut überzeugen. Die Handlungen waren nicht langweilig und die Spannung war immer da. Eine Geschichte, die auch das Potenzial zum verfilmen hat. 🙂

Für mich geht es jetzt weiter mit „Izara, Sturmluft“ bzw, bin fast fertig damit. 😀

Bis dahin, wir lesen uns, eure Justine. 🙂

Rezensionen

📖 Rezension zu „Animas Academy, der heimliche König von Aldemar“

Infos

Autorin: C.R. Grey

Preis: 15,95€

Verlag: dtv Verlag

Erschienen am: 4.August 2017

Seiten: 351

Klappentext

Endlich hat Ben seine Anima, sein seelenverwandtes Tier, gefunden: den letzten weißen Tiger Aldemars! Doch außer Bens Verbündeten darf niemand von dieser magischen Verbindung wissen. Denn noch ist es zu früh, noch kämpfen sie im Verborgenen für den echten König Aldemars und den Erhalt der jahrhundertealten Bande zwischen Mensch und Tier. Als das Böse aber immer engere Kreise zieht, trennen sich Ben und seine Freunde und stellen sich dem Feind von verschiedenen Seiten entgegen. Die Zukunft Aldemars liegt in ihren Händen.

Meine Meinung 

Ich hab das Buch wieder innerhalb von einem Tag gelesen. Es hat mich, genauso wie der erste Teil, total gefesselt. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, schon alleine wegen diesen bildhaften Schreibstil der Autorin.

In diesem Teil lernt man die Charaktere und die dazugehörigen Seelenfreunde viel besser kennen. Nachdem Ben endlich seiner Anima bewusst geworden ist und er den Kampf mit der Spionin Mrs.
Sucette, überlebt hat, kehrt am Anfang des Buches erst mal etwas Ruhe ein. Ben sitzt wie auf Kohlen, doch Tremelo will verhindern, dass er sich mit seinem Tatendrang in Gefahr bringt, denn der Feind, die Dominae, mit deren Anführerin, Viviana, schläft nicht. Als Taleth dann noch entführt wird, begibt sich Ben mit seinem besten Freund Hal auf eine gefährliche Reise. Währenddessen versucht Gwen den Wunsch des Ältesten nachzugehen:

Meine liebste Gwen,

wenn dir Digby dieses Andenken gibt, bedeutet das, dass ich nicht mehr da bin und mich auf dich verlassen muss – ich habe volles Vertrauen zu dir. Der Stein soll dir zeigen, wo du deine Reise beginnen musst. Suche an der Stelle, wo die Statue einst stand, nach dem höchsten Gipfel und begib dich dorthin. Dort wirst du das Instrument des Wandels finden. Ohne dessen Hilfe kann unser Wahrer König nicht die Stärke in seinem Herzen finden, um ein Anführer zu sein. Denk daran, wie wahre Sehkraft ist ein wachsendes Licht – die physische Welt ist etwas Begrenztes, das nur durch das Stärkere und Unsichtbare erleuchtet wird.

Brief von dem Ältesten an Gwen – Seite 129

Was Gwen nicht weiß: Phia, ihre Freundin, folgt ihr. Während sich die Freunde auf gefährliche Reisen begeben, basteln Tremelo und Tori an einen Apparat, mit dem Namen Halkyon. Sie soll die Wirkung von Vivianas Maschine außer Kraft setzten und am damit das Band zwischen Mensch und Tier wieder stärken.

In der Mitte des Buches gibt es eine Art Durststrecke. Es passiert nicht viel, dafür ist das Ende umso spannender. Da das Ende sehr offen ist, gehe ich mal davon aus, dass es noch einen dritten Band geben wird.

Fazit

Mal abgesehen davon, das dass Buch an manchen Stellen ziemlich langatmig war, konnte ich mich in diese Geschichte wieder voll verlieren. Ich hoffe sehr darauf, dass es noch einen dritten Teil geben wird. 🙂

Für mich geht es jetzt weiter mit „Rat der Neun, gegen das Schicksal“ von Veronica Roth.

Bis dahin, wir lesen uns, eure Justine.

Rezensionen

📖 Rezension zu „Alles, nichts, und ganz viel dazwischen“

Infos

Autorin: Ava Reed

Preis: 16,95 €

Verlag: Ueberreuter Verlag

Erscheint am: 15. Februar 2019

Seiten: 319

Klappentext

In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden!

Leni ist glücklich und liebt ihr Leben. Bis sich etwas in ihr verändert. Plötzlich führt jeder Gedanke in Lenis Kopf ein chaotisches Eigenleben und ihre Gefühle drohen sie zu überwältigen. Ganz tief in sich drin spürt sie etwas, das vorher nicht da war – Leere, Traurigkeit und unendlich viel Angst. Was ihr fehlt? Und wie erklärt man etwas, das niemand sehen oder verstehen kann? Am wenigsten man selbst…

Meine Meinung 

Was sagt es über einem Buch aus, wenn man schon bei der ersten Seite Tränen in den Augen hat? Ganz einfach, dass es wieder grandios geschrieben wurde und es eine emotionale Achterbahnfahrt werden wird.

Ich hab bei „Die stille meiner Worte“ schon viel geweint, aber dieses Buch übertrifft alles. Vielleicht deshalb, weil ich mich mit diesem Buch, mit dem Thema darin und mit der Protagonistin sehr gut identifizieren kann. Das Thema ist für mich mehr als aktuell: Depression & Angstattacken!

Leni wird von jetzt auf gleich, erst von Angstattacken und später von den Depressionen übermannt. Keiner weiß was mit ihr los ist, und was noch schlimmer ist, nicht mal sie selber. Sie rennt mit ihrer Mum von Arzt zu Arzt, und jeder sagt fast das gleiche: Es wäre einfach nur Stress und Prüfungsangst. Leni kann nicht mehr, niemand hat eine Ahnung was wirklich los ist. In einem Tagebuch (Emma junior), dass sie von ihrer besten Freundin Emma bekommen hat, schreibt sie all ihre Gedanken und Gefühle rein. Auch die Diagnose, die sie von der letzten Ärztin bekommen hat, der Wimpernschlag, der alles verändern und zu einem Tsunami werden wird:

Depressionen. Die Diagnose lautet Depressionen…

Tagebucheintrag von Leni

Nur vier Worte, die nahezu ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen werden. Sie wird kämpfen, sie wird auch mal kurz die Hoffnung aufgeben, sie wird neue Freunde finden und über sich hinauswachsen, aber eines wird sie nie: ALLEIN sein.

Niemand geht es etwas an, warum du dünn bist oder kurvig, warum du braunes oder rotes, blaues oder blondes Haar hast, kurz oder lang, warum du Tattoos oder Piercings hast, warum du weinst oder lachst. Nur dich sollte es etwas angehen und nur du sollst damit zufrieden sein müssen. Deine Meinung ist die einzige, die zählt, wenn du morgens in den Spiegel blickst, und sie sollte lauten: Du bist schön und klug, du bist wertvoll und wunderbar.

Alles, nichts und ganz viel dazwischen Seite 206

Mehr möchte ich von Leni und ihrer Geschichte nicht erzählen, da das Buch ja noch nicht erschienen ist, aber eins kann ich sagen, ohne zu Spoilern: Leni ist bereit zu kämpfen.

Fazit 

Meine Bescheidene Meinung: Ava Reed hat sich wieder selbst übertroffen. Ein Buch das meine Erwartungen mehr als gesprengt hat, es spiegelt fast 1 zu 1 mein Leben wieder. Absolute Leseempfehlung!!

Für mich geht es jetzt weiter mit „Animas Academy, der heimliche König von Aldemar“ von C.R. Grey.

Nachtrag 

Meine Meinung zu dieser Krankheit als Betroffene

Ich bin selber von Depressionen und Panikattacken betroffen, und ich muss sagen: Ich hasse meine Krankheit, ich hasse sie abgrundtief, weil sie mir mein Leben so schwer macht. Dieser Moment. wenn Scherben vor dir liegen, die einmal dein Leben waren, und du nicht weißt wie du sie wieder zusammensetzen sollst. Du einfach keinen Antrieb mehr findest zu leben. Dich aber trotzdem weiter durch kämpfst, aber Angst hast, dass der Kampf niemals enden wird. Die Angst vor der Angst!! Dann denkst du einfach nur, warum ich? Warum muss gerade ich da durch? Womit hab ich das nur verdient? Wenn das Leben zum Kampf wird, fängt man verzweifelt an, sich an jeden Strohhalm zu klammern. 2015 war, was das betrifft, für mich das schlimmste Jahr aller Zeiten, jetzt muss ich, 4 Jahre später wieder eine Therapie machen und meine Ausbildung als Bäckerin unterbrechen. Die Angst davor, was nach der Therapie kommt, ist ständig da. Aber wirst ihr was? Um Leni zu zitieren: Ich bin bereit. Ich werde kämpfen. Ich werde gesund werden!!

Dieses Buch hat mir mehr Hoffnung gegeben, als es sonst irgendjemand oder irgendwas könnte.

An alle die auch betroffen sind:Gebt die Hoffnung nicht auf! Es wird immer einen Grund geben zu kämpfen! Ihr seid wertvoll! 

An unsere Gesellschaft da draußen: Nur weil man Depressionen nicht sehen kann, heißt es nicht, es sind keine Krankheiten!! Es darf kein Tabuthema mehr sein!!! 

Kämpfen wir gemeinsam, unser Leben ist es wert!

Bis dahin, wir lesen uns, eure Justine.