Dezember, Rezensionen

Rezension zu „Negerkuss“ aus den Sommerburg Verlag

Infos

Autorin: Meredith Winter Preis: 9,99€ Verlag: Sommerburg Verlag Erschienen am: 1.Dezember 2018 Seiten: 224

Klappentext

Sakita ist eine von zwölftausend Menschen aus Nigeria, die nach Deutschland geflohen sind, um der islamistischen Gewalt und dem Terror zu entkommen. Frederik ist Deutscher, Arzt und seit zwölf Jahren angesehenes Mitglied einer rechtsextremen Partei. Als Sakita sowie weitere Flüchtlinge in sein kleines 800-Seelen-Dorf einziehen sollen, protestieren die Dorfbewohner und er vehement dagegen. Zu wichtig ist ihm der Nationalstolz, zu groß seine Aversion gegen Ausländer. Das dies der Anfang einer großen Liebesgeschichte werden wird, ahnt er zu dem Zeitpunkt noch nicht. Das er seine rosarote Brille nicht ewig tragen kann, auch nicht. Eine mörderische wie politisch getriebene Achterbahn der Gefühle beginnt…

Meine Meinung

Ich bin von dem Buch positiv überrascht, natürlich hab ich die Diskussionen mitbekommen die auf Facebook und anderen Sozial Media Plattformen kursierten, vor allem wegen dem Wort „Negerkuss“, was mich aber nicht abgeschreckt hat.

Die Autorin schreibt zu Anfang ihres Buches was von vorgefasste und voreingenommene Meinung und ich denke, viele die das Buch bzw. den Titel gesehen haben dachten, „Das kann nur ein Nazi geschrieben haben, so was rassistisches“!! Ohne auch nur ein Wort da drin gelesen zu haben.

Und ich muss euch sagen, stellt eure Vorurteile mal hinten an und lest dieses Buch. Da geht es nicht um den, mal grob ausgedrückt „krassen“ Rassismus den wir von manchen Menschen hier in Deutschland vielleicht kennen. Nein, in diesem Buch ist die große Frage: Kann die Liebe die ganzen Vorurteile überwinden und unser Denken und Handeln verändern?

Ich konnte Negerkuss ohne Probleme flüssig durchlesen, was sowohl an den Schreibstil als auch an diesen wechselnden Erzählperspektiven zwischen den Hauptprotagonisten Sakita und Frederik lag. Ich konnte mir dadurch auch ein besseres Bild von den Personen machen und was in ihnen vorgeht.

Was es mir auch ein bisschen angetan hat ist die Idee des Buches, also „Ein Rechts angehauchter Mann mit viel Nationalstolz, verliebt sich in dunkelhäutige Frau“. Das zeigt mir bzw. uns das Nationalität, Hautfarbe und Glaubensrichtung eigentlich scheißegal sind solange das Herz am richtigen Fleck ist. 🙂 In diesem Buch wird halt gezeigt das Liebe alle Vorurteile überwinden kann, man muss es nur wollen und mal über den eigenen Tellerrand hinaus schauen. Denn jeder sollte mit seinen Leben die Welt ein klein wenig besser machen. 🙂

Fazit

Ich möchte hier auch keine ewig langen Texte schreiben und das Thema ewig lang ausweiten, aber nur eins, wenn ihr mehr über Sakita und Frederik wissen wollt, lest das Buch, es lohnt sich. Bin ja nicht der Liebesroman Leser aber selbst mich hat das Buch aus den Socken gehauen. Es kommt halt immer darauf an wie offen man sich dem Thema nähert. 🙂

Bis dahin, wir lesen uns, eure Justine 🙂

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